IBM Informix: Wann lohnt sich ein Spezialist? Die ehrliche Kosten-Nutzen-Rechnung

IBM Informix: Wann lohnt sich ein Spezialist? Die ehrliche Kosten-Nutzen-Rechnung

IBM Informix: Wann lohnt sich ein Spezialist? Die ehrliche Kosten-Nutzen-Rechnung

In der heutigen datengetriebenen Welt stehen Unternehmen vor der ständigen Herausforderung, gewaltige Mengen an Informationen effizient, sicher und kostengünstig zu verwalten. Während viele Cloud-Native-Lösungen und moderne NoSQL-Datenbanken Schlagzeilen machen, bleibt eine Technologie seit Jahrzehnten das Rückgrat globaler Industrien: IBM Informix. Doch die Verwaltung einer solch leistungsstarken Engine erfordert Fachwissen, das über die Standard-IT hinausgeht. In diesem Artikel untersuchen wir, warum IBM Informix nach wie vor eine kritische Komponente für Ihr Business ist und ab welchem Punkt die Investition in einen dedizierten Spezialisten nicht nur sinnvoll, sondern betriebswirtschaftlich notwendig wird.

Einleitung: Warum IBM Informix für Ihr Business relevant ist

IBM Informix gilt in der IT-Landschaft oft als der „stille Riese“. Es ist eine Datenbanklösung, die sich durch extreme Zuverlässigkeit, geringen Administrationsaufwand und eine beeindruckende Performance bei transaktionalen Workloads auszeichnet. Für Unternehmen, die auf Echtzeitdaten angewiesen sind – sei es im Einzelhandel, in der Fertigung oder im Bankenwesen – bietet Informix eine Stabilität, die nur wenige Konkurrenten erreichen. In einer Zeit, in der laut Analysen von Gartner die Datenintegrität und Systemverfügbarkeit zu den Top-Prioritäten für CIOs gehören, gewinnt Informix wieder massiv an Bedeutung.

Die Relevanz von IBM Informix ergibt sich vor allem aus seiner Fähigkeit, hybride Datenstrukturen zu verarbeiten. Ob strukturierte SQL-Daten oder unstrukturierte JSON-Dokumente – die Engine bewältigt beides nahtlos. Dies macht sie zur idealen Wahl für Internet-of-Things (IoT) Szenarien, bei denen Sensordaten in Millisekunden verarbeitet werden müssen. Unternehmen, die Informix einsetzen, profitieren oft von einer „Set-it-and-forget-it“-Mentalität, da das System für seine Selbstheilungskräfte und minimale Wartungsanforderungen bekannt ist. Dennoch führt die zunehmende Komplexität moderner IT-Infrastrukturen dazu, dass Standard-Administratoren oft an ihre Grenzen stoßen, wenn es um tiefgreifende Optimierungen geht.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Integration in moderne KI-Ökosysteme. IBM hat Informix eng mit Plattformen wie watsonx verzahnt, was es Unternehmen ermöglicht, ihre historischen Daten direkt für maschinelles Lernen und prädiktive Analysen zu nutzen. Wer heute IBM Informix nutzt, sichert sich also nicht nur die Vergangenheit seiner Datenverwaltung, sondern baut ein Fundament für die Zukunft. Die Frage ist jedoch: Schöpfen Sie das volle Potenzial dieser Software aus oder nutzen Sie nur einen Bruchteil der verfügbaren Funktionen? Hier kommt der Spezialist ins Spiel, der den Unterschied zwischen einem „laufenden System“ und einem „wettbewerbsentscheidenden Vorteil“ ausmacht.

„Experten-Tipp: Betrachten Sie Informix nicht nur als Datenspeicher, sondern als aktive Event-Engine. Durch die Nutzung von TimeSeries-Daten und Spatial-Funktionen können Sie Business-Intelligence-Lösungen direkt auf Datenbankebene implementieren, was die Latenz im Vergleich zu externen Tools drastisch reduziert.“

Da wir nun die strategische Bedeutung von Informix verstanden haben, müssen wir einen genaueren Blick darauf werfen, was diese Datenbank technisch so einzigartig macht und welche Editionen für welche Zwecke existieren.

Modern data server room with network racks and cables.
Foto: Brett Sayles

Was ist IBM Informix genau?

IBM Informix ist ein objektrelationales Datenbankmanagementsystem (ORDBMS), das ursprünglich in den 1980er Jahren entwickelt wurde und seit der Übernahme durch IBM im Jahr 2001 kontinuierlich modernisiert wurde. Es zeichnet sich durch seine Fähigkeit aus, sowohl traditionelle relationale Daten als auch komplexe Datentypen wie Zeitreihen, Geodaten und NoSQL-Dokumente in einer einzigen Instanz zu verwalten. Diese Vielseitigkeit ist der Grund, warum Informix in Branchen wie der Logistik, wo Standortdaten (Spatial) und Zeitstempel (TimeSeries) kombiniert werden müssen, nahezu konkurrenzlos ist.

Ein wesentliches Merkmal von Informix ist die Skalierbarkeit. Es gibt verschiedene Editionen, die auf unterschiedliche Unternehmensgrößen zugeschnitten sind. Die Informix Enterprise Edition bietet unbegrenzte Ressourcen in Bezug auf CPU, Arbeitsspeicher und Speicherplatz, was sie zur ersten Wahl für globale Konzerne macht. Für kleinere Projekte oder Entwicklungszwecke gibt es die Developer Edition oder die Community Edition, die zwar in den Ressourcen begrenzt, aber funktional identisch sind. Besonders hervorzuheben ist die Unlimited-Option in bestimmten Lizenzmodellen, die es Unternehmen erlaubt, ohne Angst vor explodierenden Kosten bei steigender Last zu wachsen.

Technisch gesehen basiert Informix auf der „Dynamic Scalable Architecture“ (DSA). Diese Architektur ermöglicht es der Datenbank, Ressourcen dynamisch zuzuweisen und Threads effizient über mehrere Processor-Kerne zu verteilen. Dies führt zu einer außergewöhnlich hohen Performance bei gleichzeitig geringem Hardware-Footprint. Im Gegensatz zu anderen großen Datenbanken benötigt Informix oft nur einen Bruchteil des RAMs und der Rechenpower, um die gleiche Anzahl an Transaktionen pro Sekunde zu verarbeiten. Zudem bietet es mit dem „Informix Warehouse Accelerator“ (IWA) eine In-Memory-Technologie, die analytische Abfragen um das bis zu 100-fache beschleunigen kann, ohne dass die zugrunde liegende Anwendung geändert werden muss.

Die verschiedenen Editionen im Überblick

Um die richtige Entscheidung zu treffen, müssen Entscheider die Unterschiede zwischen den Lizenzmodellen verstehen:

  • Express Edition: Ideal für kleinere Anwendungen mit begrenzter Hardware-Nutzung.
  • Workgroup Edition: Für mittelständische Unternehmen, bietet Hochverfügbarkeit (High Availability).
  • Enterprise Edition: Das Flaggschiff für volle Leistung und unbegrenzte Skalierbarkeit.
  • Advanced Enterprise Edition: Inklusive Warehouse Accelerator für extreme Analyse-Power.
„Praxis-Tipp: Nutzen Sie für Testumgebungen immer die Developer Edition. Sie bietet den vollen Funktionsumfang der Enterprise Edition ohne Lizenzgebühren, solange sie nicht produktiv eingesetzt wird. Das spart massiv Kosten in der Entwicklungsphase.“

Nachdem wir geklärt haben, was Informix ist, stellt sich die Frage: Kann Ihre interne IT-Abteilung das System allein verwalten, oder ist es an der Zeit für externe Expertise?

Screenshot von ibm.com
ibm.com Dashboard


→ Entdecken Sie die offiziellen IBM Informix Editionen

Wann brauchen Sie wirklich einen Informix-Spezialisten?

Viele Unternehmen begehen den Fehler zu glauben, dass ein allgemeiner Datenbankadministrator (DBA) mit Erfahrung in SQL Server oder Oracle problemlos ein Informix-System betreuen kann. Zwar sind die SQL-Grundlagen ähnlich, doch die interne Architektur von Informix – insbesondere die Verwaltung von Chunks, Dbspaces und die Konfiguration des ONCONFIG-Files – erfordert spezifisches Wissen. Ein Spezialist wird oft dann unverzichtbar, wenn die Standard-Konfiguration nicht mehr ausreicht, um die Performance-Anforderungen zu erfüllen oder wenn komplexe High-Availability-Szenarien implementiert werden müssen.

Ein entscheidender Moment für den Einsatz eines Spezialisten ist die Lizenzoptimierung. IBM-Lizenzmodelle sind hochkomplex. Ein Fehler bei der Zählung von PVUs (Processor Value Units) oder User-Lizenzen kann bei einem Audit durch IBM zu Nachzahlungen in Millionenhöhe führen. Ein Informix-Experte versteht nicht nur die Technik, sondern auch die rechtlichen Rahmenbedingungen der License-Modelle. Er kann sicherstellen, dass Sie nur für das bezahlen, was Sie tatsächlich nutzen, und hilft bei der Auswahl zwischen Sub-Capacity- und Full-Capacity-Lizenzierung.

Zudem ist das Troubleshooting in kritischen Situationen ein Hauptgrund für externe Hilfe. Wenn eine Datenbank in einem 24/7 Produktionsbetrieb steht und jede Minute Ausfall Tausende von Euro kostet, kann man es sich nicht leisten, dass ein Generalist in Dokumentationen nach Lösungen sucht. Ein Spezialist erkennt Muster in Logfiles (online.log) sofort und kann Probleme wie „Logical Log Staging“ oder „Index Corruption“ beheben, bevor sie zum Systemstillstand führen. Auch bei Upgrades von älteren Versionen auf die aktuelle Version 14.10 ist tiefgreifendes Wissen nötig, um Datenverluste zu vermeiden und neue Features wie die verbesserte Verschlüsselung optimal zu nutzen.

Checkliste: Brauchen Sie externe Hilfe?

Szenario Status Empfehlung
Geplantes Upgrade auf v14.10 Kritisch Spezialist hinzuziehen
Performance-Einbrüche bei Peer-to-Peer Replikation Hoch Deep-Dive Analyse nötig
IBM Lizenz-Audit steht bevor Sehr Hoch Compliance-Check durch Experten
Tägliche Standard-Backups Niedrig Interne IT ausreichend
„Experten-Rat: Warten Sie nicht auf einen Notfall. Ein vierteljährlicher ‚Health Check‘ durch einen Spezialisten kostet einen Bruchteil einer Notfall-Wiederherstellung und sichert die langfristige Stabilität Ihres Systems.“

Wenn die Entscheidung für einen Spezialisten gefallen ist, stellt sich die nächste Frage: Welchen konkreten Nutzen zieht Ihr Unternehmen aus der optimierten Informix-Umgebung?

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Foto: Markus Winkler

Vorteile von IBM Informix in der Praxis

Die Vorteile von IBM Informix zeigen sich erst richtig im harten Praxiseinsatz. Einer der größten Pluspunkte ist die „Embedded“-Fähigkeit. Informix ist so kompakt und effizient, dass es oft unbemerkt in Software-Lösungen von Drittanbietern integriert ist. Für Unternehmen bedeutet dies eine extrem niedrige Total Cost of Ownership (TCO), da die Datenbank kaum Ressourcen beansprucht. In der Fertigungsindustrie beispielsweise ermöglicht Informix die Speicherung von Millionen von Sensordatenpunkten pro Sekunde mithilfe der TimeSeries-Technologie, was im Vergleich zu herkömmlichen relationalen Ansätzen bis zu 90% Speicherplatz spart.

Ein weiterer Praxisvorteil ist die Flexibilität bei der Replikation. Informix bietet mit dem Enterprise Replication (ER) und dem High Availability Data Replication (HDR) Tools, die einen unterbrechungsfreien Betrieb ermöglichen. Selbst bei einem kompletten Rechenzentrumsausfall kann ein Informix-Cluster innerhalb von Sekunden auf einen sekundären Knoten umschalten. Dies ist besonders für den E-Commerce kritisch, wo jede Sekunde Downtime direkte Umsatzverluste bedeutet. Laut einer Statista-Umfrage zu IT-Ausfallzeiten können die Kosten pro Stunde für große Unternehmen 300.000 Euro übersteigen – Informix minimiert dieses Risiko drastisch.

Darüber hinaus ist Informix ein Vorreiter in der Hybrid-Cloud-Welt. Dank der Unterstützung für Containerisierung (Docker/Kubernetes) lässt sich die Datenbank problemlos in moderne Cloud-Architekturen integrieren. Unternehmen können ihre On-Premise-Workloads nahtlos in die IBM Cloud oder zu anderen Providern verschieben, ohne die Anwendungslogik ändern zu müssen. Die Integration von JSON-Support erlaubt es Entwicklern zudem, agil wie mit einer NoSQL-Datenbank zu arbeiten, während sie gleichzeitig die ACID-Garantien (Atomicity, Consistency, Isolation, Durability) einer klassischen relationalen Datenbank behalten.

Top-Funktionen für den Unternehmenseinsatz

  • Smart Trigger: Automatische Benachrichtigungen bei Datenänderungen in Echtzeit ohne Polling.
  • Storage Optimization: Automatische Komprimierung von Daten und Indizes zur Senkung der Speicherkosten.
  • Flexible Grid: Zentrale Verwaltung von verteilten Datenbank-Nodes über ein einziges Interface.
  • Native Verschlüsselung: Schutz sensibler Daten „at rest“ und „in transit“ ohne Performance-Einbußen.
„Praxis-Beispiel: Ein globaler Einzelhändler nutzt Informix, um Bestandsdaten über 5.000 Filialen hinweg zu synchronisieren. Durch die integrierte Komprimierung konnte der Speicherbedarf um 60% reduziert werden, was die Hardwarekosten massiv senkte.“

Diese technischen Vorteile sind beeindruckend, aber wie sieht die wirtschaftliche Seite aus? Lohnt sich der finanzielle Aufwand für Lizenzen und Experten?

A hand giving thumbs up next to profit chart on a whiteboard, indicating success.
Foto: Nataliya Vaitkevich

Kosten-Nutzen-Analyse: Lohnt sich die Investition?

Bei der Bewertung von IBM Informix müssen wir zwei Arten von Kosten betrachten: die direkten Kosten (Lizenzen, Support, Infrastruktur) und die indirekten Kosten (Ausfallzeiten, ineffiziente Abfragen, Administrationsaufwand). Ein Spezialist kostet zwar auf den ersten Blick ein Honorar, spart jedoch oft ein Vielfaches durch die Optimierung dieser Faktoren ein. So kann eine fachgerechte Konfiguration der Informix Enterprise Edition dazu führen, dass weniger Processor-Kerne benötigt werden, was wiederum die Lizenzkosten pro Jahr um fünfstellige Beträge senken kann.

Ein oft unterschätzter Faktor ist der Support. IBM bietet zwar einen Basis-Support an, dieser ist jedoch oft auf technische Fehler der Software beschränkt („Break-Fix“). Ein externer Spezialist oder Partner bietet hingegen proaktiven Support, der die spezifische Anwendungsarchitektur des Kunden kennt. Dies verkürzt die „Mean Time To Recovery“ (MTTR) drastisch. Wenn man bedenkt, dass die Kosten für IT-Personal stetig steigen, ist das Outsourcing der Informix-Administration an einen Experten oft günstiger als der Aufbau und Erhalt von eigenem Know-how für ein Nischenprodukt.

Zudem ermöglicht Informix durch seine Effizienz Einsparungen bei der Hardware. Während Konkurrenzprodukte oft massive Server-Farmen benötigen, läuft Informix auf deutlich kleineren Maschinen mit gleicher Performance. In einer Cloud-Umgebung, in der nach Ressourcenverbrauch abgerechnet wird, führt dies zu direkten monatlichen Einsparungen. Wenn man die Investition in einen Spezialisten gegen die potenziellen Einsparungen bei Lizenzen (durch Optimierung) und Hardware (durch Performance-Tuning) aufrechnet, ergibt sich oft ein Return on Investment (ROI) von weniger als 12 Monaten.

Beispielrechnung (geschätzt)

Nehmen wir ein mittelständisches Unternehmen mit einer 16-Core Lizenz:

  • Jährliche Lizenz- und Wartungskosten: ca. 40.000 €
  • Kosten durch ineffiziente Abfragen (Hardware-Overhead): ca. 10.000 €
  • Risiko ungeplanter Downtime (statistisch): 15.000 €
  • Gesamtrisiko/Kosten ohne Spezialist: 65.000 €
  • Kosten für Spezialisten-Audit & Optimierung: 12.000 €
  • Ersparnis durch Optimierung: ca. 20.000 € (Netto-Gewinn: 8.000 € + Sicherheit)
„Wichtiger Hinweis: Nutzen Sie Tools wie den IBM License Metric Tool (ILMT), um Ihren Verbrauch zu überwachen. Ein Spezialist kann Ihnen helfen, ILMT korrekt zu konfigurieren, um Strafzahlungen zu vermeiden.“

Wenn Sie sich für die Zusammenarbeit mit einem Experten entscheiden, wie finden Sie dann den richtigen Partner für Ihr Unternehmen?

Hands counting 100 dollar bills using a calculator and money counter on a table.
Foto: Tima Miroshnichenko

Praktische Tipps zur Auswahl eines Partners

Die Wahl des richtigen Informix-Partners ist entscheidend für den Erfolg Ihrer Datenbankstrategie. Da Informix ein Spezialgebiet ist, gibt es nicht viele Anbieter am Markt, die wirklich über tiefgreifende Expertise verfügen. Achten Sie zuerst auf Zertifizierungen. Ein qualifizierter Partner sollte von IBM zertifizierte Administratoren und Consultants in seinen Reihen haben. Fragen Sie gezielt nach Erfahrungen mit Ihrer spezifischen Edition und den von Ihnen genutzten Funktionen wie TimeSeries oder Spatial-Erweiterungen.

Ein guter Partner zeichnet sich zudem dadurch aus, dass er nicht nur technische Probleme löst, sondern auch strategisch berät. Er sollte in der Lage sein, Ihre gesamte Dateninfrastruktur zu analysieren und Empfehlungen für die Zukunft zu geben – etwa den Wechsel in eine Hybrid-Cloud oder die Anbindung an watsonx für KI-Projekte. Transparenz ist ein weiteres wichtiges Kriterium. Ein seriöser Spezialist wird Ihnen genau erklären, welche Schritte er unternimmt und warum diese notwendig sind, anstatt sich hinter technischem Jargon zu verstecken.

Prüfen Sie auch die Support-Modelle. Bietet der Partner eine 24/7 Rufbereitschaft an? Gibt es garantierte Reaktionszeiten (SLAs)? Besonders für Unternehmen, deren Geschäftsprozesse rund um die Uhr laufen, ist ein Partner, der nur zu Bürozeiten erreichbar ist, ein hohes Risiko. Referenzen sind ebenfalls unverzichtbar. Lassen Sie sich Fallstudien zeigen, in denen der Partner ähnliche Herausforderungen wie die Ihren erfolgreich gemeistert hat, sei es eine komplexe Datenmigration oder die Rettung eines korrupten Systems.

Fragen, die Sie einem potenziellen Partner stellen sollten

  • Wie viele zertifizierte Informix-Experten haben Sie im Team?
  • Haben Sie Erfahrung mit der Konsolidierung von Lizenzen in virtuellen Umgebungen?
  • Können Sie uns bei einem offiziellen IBM-Audit unterstützen?
  • Welche Monitoring-Tools nutzen Sie zur Überwachung der Datenbank-Performance?
„Experten-Tipp: Ein guter Partner wird Ihnen niemals nur Software verkaufen wollen, sondern immer zuerst nach Ihren Business-Zielen fragen. Wenn die erste Lösung immer ‚Kauf mehr Lizenzen‘ ist, sollten Sie vorsichtig sein.“

Bevor wir zum Fazit kommen, beantworten wir noch die am häufigsten gestellten Fragen rund um IBM Informix.

A close-up of two people shaking hands in a professional setting by a bookshelf.
Foto: Monstera Production

FAQ – Häufige Fragen zu IBM Informix

In diesem Abschnitt klären wir die brennendsten Fragen, die uns immer wieder von Kunden und Interessenten erreichen. Da die Informationslage zu Informix im Vergleich zu Produkten wie PostgreSQL oder MySQL dünner gesät ist, herrscht oft Unsicherheit bei Entscheidern.

Ist IBM Informix veraltet?

Ganz im Gegenteil. Obwohl es eine lange Historie hat, ist die aktuelle Version 14.10 technologisch auf Augenhöhe mit modernsten Systemen. Mit Features wie nativer JSON-Unterstützung, automatischem Sharding und der Integration in Cloud-Native-Umgebungen ist Informix moderner als viele „Hype“-Datenbanken, bietet dabei aber die Stabilität eines ausgereiften Systems.

Was kostet eine Informix-Lizenz?

Die Kosten variieren stark je nach Edition und Lizenzmodell (z.B. PVU-basiert oder pro User). Eine Express Edition kann sehr günstig oder sogar kostenlos sein, während eine voll ausgestattete Enterprise Edition für große Server-Cluster signifikante Investitionen erfordert. Ein Spezialist kann hier durch eine geschickte Konfiguration oft enorme Summen einsparen.

Kann Informix mit NoSQL-Datenbanken wie MongoDB konkurrieren?

Ja, absolut. Informix bietet eine MongoDB-kompatible API. Das bedeutet, Entwickler können ihre gewohnten MongoDB-Treiber und Tools verwenden, während die Daten im Hintergrund in einer hochsicheren, transaktionalen Informix-Engine gespeichert werden. Man bekommt also das Beste aus beiden Welten: die Flexibilität von NoSQL und die Zuverlässigkeit von SQL.

Wie sieht es mit dem Support für die Zukunft aus?

IBM hat klare Roadmaps für Informix veröffentlicht und investiert weiterhin in die Entwicklung. Besonders die Verknüpfung mit der KI-Plattform watsonx zeigt, dass Informix ein zentraler Bestandteil der IBM-Datenstrategie für die nächsten Jahrzehnte bleibt.

„Wussten Sie schon? Informix wird oft für Edge Computing eingesetzt, da es auf kleinsten Geräten wie einem Raspberry Pi laufen kann, aber gleichzeitig fähig ist, Terabytes an Daten in einem Enterprise-Cluster zu verwalten.“

Nachdem wir die wichtigsten Fragen geklärt haben, kommen wir nun zur Zusammenfassung und den nächsten Schritten für Ihr Projekt.

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Foto: Ann H

Fazit: Ihre nächsten Schritte

IBM Informix ist weit mehr als nur eine Legacy-Datenbank. Es ist eine hochperformante, flexible und extrem zuverlässige Lösung für moderne Datenherausforderungen. Ob für IoT, Echtzeit-Transaktionen oder komplexe Analysen – Informix liefert die notwendige Power bei gleichzeitig geringem Ressourcenverbrauch. Doch wie wir gesehen haben, liegt der Teufel im Detail. Die Komplexität der Lizenzierung, die spezifischen Tuning-Möglichkeiten und die Notwendigkeit einer proaktiven Wartung machen den Einsatz eines Spezialisten oft zu einer wirtschaftlich klugen Entscheidung.

Ein Spezialist hilft Ihnen nicht nur dabei, „das Licht anzulassen“, sondern transformiert Ihre Datenbank von einem Kostenfaktor in einen echten Business-Enabler. Durch die Optimierung der Informix Enterprise Edition sparen Sie Hardware- und Lizenzkosten, während Sie gleichzeitig die Verfügbarkeit und Performance Ihrer geschäftskritischen Anwendungen erhöhen. In einer Welt, in der Daten das neue Öl sind, ist eine optimal laufende Datenbank der Motor Ihres Unternehmenserfolgs.

Was sollten Sie also jetzt tun? Wir empfehlen eine dreistufige Vorgehensweise:

  1. Bestandsaufnahme: Analysieren Sie Ihre aktuelle Informix-Installation. Welche Version nutzen Sie? Wie hoch sind die jährlichen Kosten? Gibt es bekannte Performance-Flaschenhälse?
  2. Bedarfsanalyse: Überlegen Sie, ob Ihre interne IT die Kapazitäten und das tiefe Fachwissen hat, um anstehende Upgrades oder Optimierungen selbst durchzuführen.
  3. Expertengespräch: Kontaktieren Sie einen zertifizierten IBM Informix Partner für einen unverbindlichen Health-Check. Oft lassen sich schon in einem ersten Gespräch Potenziale zur Kostensenkung identifizieren.
„Abschließender Gedanke: Technologie ist nur so gut wie die Menschen, die sie bedienen. Mit IBM Informix haben Sie ein Formel-1-Auto in der Garage – stellen Sie sicher, dass auch ein Profi-Rennfahrer am Steuer sitzt.“

Zögern Sie nicht, den nächsten Schritt zu machen. Die Modernisierung Ihrer Datenstrategie mit Informix und der richtigen Expertise wird sich langfristig auszahlen. Setzen Sie auf Stabilität, Skalierbarkeit und Sicherheit – setzen Sie auf IBM Informix und das richtige Know-how.

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