RPA-Tool auswählen: Kriterien für smarte Prozessautomatisierung mit Informix
In der heutigen digitalen Ära stehen Unternehmen vor der Herausforderung, ihre Effizienz kontinuierlich zu steigern, während die Komplexität ihrer IT-Infrastrukturen zunimmt. Robotic Process Automation (RPA) hat sich hierbei als eine der wirkungsvollsten Technologien erwiesen, um repetitive, regelbasierte Tätigkeiten zu automatisieren. Doch wenn es um spezialisierte Umgebungen wie das Informix-Ökosystem geht, reicht eine Standardlösung oft nicht aus. Die Auswahl des richtigen RPA-Tools entscheidet darüber, ob die Automatisierung zu einem echten Wettbewerbsvorteil wird oder in technischer Sackgasse endet. In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie Sie die ideale Software-Lösung finden, die sowohl moderne Anforderungen erfüllt als auch nahtlos mit bewährten Datenbanksystemen wie IBM Informix harmoniert.
Einleitung: RPA-Tools im Informix-Ökosystem
Die Einführung von Robotic Process Automation (RPA) markiert für viele Unternehmen den Übergang von manueller Datenverwaltung zu einer intelligenten, automatisierten Prozesslandschaft. Laut einer Studie von Gartner wächst der Markt für RPA-Software kontinuierlich, da Unternehmen nach Wegen suchen, ihre Betriebskosten zu senken und die Genauigkeit ihrer Datenverarbeitung zu erhöhen. Im Kontext von IBM Informix, einer Datenbank, die für ihre Zuverlässigkeit und Performance in transaktionsintensiven Umgebungen bekannt ist, spielt das RPA-Tool eine zentrale Rolle als Brückentechnologie. Es verbindet moderne Front-End-Anwendungen mit den tief verwurzelten Datenstrukturen der Datenbank, ohne dass langwierige API-Entwicklungen notwendig sind.

Ein RPA-Tool fungiert in diesem Szenario wie ein digitaler Mitarbeiter, der Aufgaben übernimmt, die bisher wertvolle Zeit Ihrer Experten in Anspruch genommen haben. Stellen Sie sich vor, Daten aus eingehenden Rechnungen müssten manuell in ein Informix-basiertes ERP-System übertragen werden. Ein Software-Bot kann diese Aufgabe in Sekundenbruchteilen erledigen, indem er die Benutzeroberfläche bedient oder direkt über Datenbanktreiber kommuniziert. Dabei geht es nicht nur um die reine Geschwindigkeit, sondern vor allem um die Fehlervermeidung. Während menschliche Mitarbeiter bei monotonen Aufgaben ermüden, arbeitet die Automation mit einer konstanten Präzision von 100 Prozent. Dies ist besonders in Branchen wie dem Finanzwesen oder der Logistik kritisch, wo Informix häufig für die Verwaltung geschäftskritischer Echtzeitdaten eingesetzt wird.
Die Komplexität steigt jedoch, wenn man die spezifischen Protokolle und Legacy-Schnittstellen betrachtet, die oft mit Informix-Installationen einhergehen. Viele Unternehmen nutzen Informix seit Jahrzehnten, was bedeutet, dass die RPA-Lösung in der Lage sein muss, sowohl mit modernen Web-Interfaces als auch mit älteren Terminal-Emulationen oder spezifischen ODBC/JDBC-Verbindungen umzugehen. Ein smartes RPA-Tool bietet hierfür vorgefertigte Konnektoren, die die Implementierungszeit drastisch verkürzen. Die strategische Auswahl des Tools ist daher kein rein technisches Projekt, sondern eine unternehmerische Entscheidung, die direkten Einfluss auf die Skalierbarkeit und die Zukunftsfähigkeit der gesamten IT-Strategie hat.
Bevor wir uns jedoch den spezifischen Integrationsszenarien widmen, müssen wir verstehen, welche grundlegenden Eigenschaften ein RPA-Tool heute mitbringen muss, um in einer professionellen Unternehmensumgebung bestehen zu können.
Grundlegende Anforderungen an RPA-Tools
Die Auswahl eines RPA-Tools ist ein Prozess, der weit über den Vergleich von Funktionslisten hinausgeht. Ein modernes Tool muss „Enterprise-Ready“ sein. Das bedeutet, es muss Anforderungen in den Bereichen Skalierbarkeit, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit erfüllen. Da RPA-Bots oft Zugriff auf sensible Unternehmensdaten haben, ist die Sicherheit das oberste Gebot. Funktionen wie Credential Vaults (Tresore für Zugangsdaten), granulare Rollenkonzepte und lückenloses Logging aller Bot-Aktionen sind unverzichtbar, um Compliance-Vorgaben wie die DSGVO zu erfüllen. Laut Statista-Daten zum RPA-Markt investieren Unternehmen zunehmend in Lösungen, die eine zentrale Verwaltung ermöglichen, um den sogenannten „Wildwuchs“ von Bots zu verhindern.
Ein weiteres entscheidendes Kriterium ist die Benutzerfreundlichkeit, oft unter dem Schlagwort „Low-Code“ oder „No-Code“ zusammengefasst. Moderne RPA-Software ermöglicht es sogenannten „Citizen Developers“ – also Fachanwendern ohne tiefgehende Programmierkenntnisse –, einfache Workflows selbst zu erstellen. Dies entlastet die IT-Abteilung und sorgt für eine schnellere Umsetzung von Automatisierungsideen direkt in den Fachabteilungen. Dennoch muss das Tool für komplexe Szenarien auch professionelle Skripting-Möglichkeiten (z. B. Python, C# oder VB.NET) bieten. Diese Hybrid-Ansätze stellen sicher, dass sowohl einfache Dateneingaben als auch komplexe logische Entscheidungen innerhalb eines Prozesses abgebildet werden können.
Skalierbarkeit und Hosting-Optionen
Unternehmen müssen sich entscheiden, ob sie eine Cloud-native Lösung, eine On-Premise-Installation oder ein hybrides Modell bevorzugen. In Verbindung mit Informix, das oft in gesicherten On-Premise-Rechenzentren betrieben wird, ist die Fähigkeit des RPA-Tools zur hybriden Bereitstellung von großem Vorteil. So können die Bots lokal in der Nähe der Datenbank arbeiten, um Latenzen zu minimieren, während die Steuerung und Analyse über ein zentrales Dashboard in der Cloud erfolgt. Die Skalierbarkeit bedeutet hierbei auch, dass das System problemlos von fünf auf 500 Bots wachsen kann, ohne dass die Performance der Steuerungsebene (Orchestrator) einbricht.
- → Sicherheit: Verschlüsselung von Daten im Ruhezustand und während der Übertragung.
- → Resilienz: Automatische Fehlerbehandlung und Benachrichtigung bei Prozessabbrüchen.
- → KI-Integration: Unterstützung von OCR (Texterkennung) und ML-Modellen für unstrukturierte Daten.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein RPA-Tool nicht nur Aufgaben automatisieren, sondern den gesamten Lebenszyklus eines Prozesses unterstützen muss – von der Entdeckung über die Entwicklung bis hin zum Monitoring. Doch wie sieht es speziell aus, wenn diese Bots tief in die Welt von Informix eintauchen müssen?
Integration mit Informix-Datenbanken
Die Integration eines RPA-Tools in eine IBM Informix-Umgebung stellt spezifische Anforderungen an die Konnektivität. Informix ist bekannt für seine Unterstützung von verschiedenen Datenmodellen, einschließlich relationaler und objektrelationaler Strukturen. Ein RPA-Bot kann auf zwei Arten mit Informix interagieren: über das User Interface (UI) einer Anwendung, die Informix als Backend nutzt, oder direkt auf Datenbankebene. Die direkte Interaktion ist oft effizienter und weniger fehleranfällig gegenüber Änderungen an der Benutzeroberfläche. Hierfür benötigt das RPA-Tool robuste Unterstützung für standardisierte Treiber wie ODBC und JDBC, die speziell für Informix optimiert sind.

Ein entscheidender Vorteil von Informix ist seine Fähigkeit, Zeitreihendaten (TimeSeries) und Geodaten extrem effizient zu verarbeiten. Ein smartes RPA-Tool sollte in der Lage sein, SQL-Abfragen direkt auszuführen, um diese spezialisierten Datenformate zu nutzen. Wenn beispielsweise ein Bot Wartungsintervalle basierend auf Sensordaten in Informix berechnen soll, muss er komplexe Abfragen triggern und die Ergebnisse nahtlos in andere Systeme wie SAP oder Microsoft Dynamics einspeisen können. Die Fähigkeit der „Deep Integration“ bedeutet auch, dass das Tool Transaktionssicherheit gewährleisten muss. Wenn ein Bot Daten in Informix schreibt, muss sichergestellt sein, dass bei einem Verbindungsabbruch keine inkonsistenten Datenzustände entstehen – Stichwort: ACID-Konformität.
Herausforderungen bei Legacy-Systemen
In vielen Informix-Szenarien laufen noch ältere Applikationen (z. B. 4GL-Anwendungen oder terminalbasierte Systeme). Ein RPA-Tool muss hier „Surface Automation“ beherrschen. Das bedeutet, es erkennt Elemente nicht über den zugrunde liegenden Programmcode, sondern über Bilderkennung oder Computer Vision. Führende Anbieter nutzen hierfür mittlerweile Künstliche Intelligenz, um UI-Elemente selbst dann sicher zu identifizieren, wenn sich deren Position oder das Farbschema leicht ändert. Dies ist ein kritischer Faktor für die Stabilität Ihrer Automatisierungslösung in historisch gewachsenen IT-Landschaften.
Nachdem wir die technischen Voraussetzungen geklärt haben, stellt sich die Frage: Welche Tools auf dem Markt sind tatsächlich in der Lage, diese Anforderungen in der Praxis umzusetzen?
Vergleich relevanter RPA-Tools
Der Markt für RPA-Software wird von einigen großen Playern dominiert, doch auch spezialisierte Anbieter gewinnen an Boden. Um das richtige RPA-Tool für Ihre Informix-Umgebung zu finden, lohnt sich ein Blick auf die „Großen Drei“: UiPath, Automation Anywhere und Microsoft Power Automate. Jedes dieser Tools hat spezifische Stärken und Schwächen, die je nach Unternehmensgröße und technischem Fokus variieren. Laut einer Analyse von Forrester Wave zeichnen sich Marktführer vor allem durch ihre KI-Integration und die Fähigkeit zur End-to-End-Automatisierung aus.
UiPath gilt als der technologische Vorreiter. Die Plattform bietet eine extrem starke Computer Vision, die besonders bei der Automatisierung von älteren Informix-Frontends glänzt. Mit dem „Studio“ bietet UiPath eine Entwicklungsumgebung, die sowohl für Anfänger als auch für Profis geeignet ist. Ein großer Vorteil ist das riesige Ökosystem an vorgefertigten Aktivitäten im UiPath Marketplace. Automation Anywhere hingegen setzt stark auf eine Cloud-native Architektur und bietet mit „AARI“ (Automation Anywhere Robotic Interface) eine Möglichkeit, Bots direkt in die täglichen Anwendungen der Mitarbeiter zu integrieren. Dies ist ideal, wenn Mitarbeiter während eines Prozesses manuell eingreifen oder Daten bestätigen müssen, die aus Informix stammen.

Microsoft Power Automate ist die erste Wahl für Unternehmen, die bereits tief im Microsoft-365-Universum verwurzelt sind. Die Integration in Excel, Teams und Outlook ist ungeschlagen. Für Informix-Nutzer ist hier jedoch zu beachten, dass für die Anbindung lokaler Datenbanken oft ein „On-Premises Data Gateway“ installiert werden muss. Während die Lizenzkosten oft niedriger erscheinen, können bei hoher Skalierung die Kosten für API-Aufrufe und zusätzliche Konnektoren steigen. Die Wahl des Tools sollte daher immer auf einem konkreten Proof of Concept (PoC) basieren, bei dem ein realer Informix-Prozess automatisiert wird.
Doch Technik ist nur die eine Seite der Medaille. Um eine Investition zu rechtfertigen, müssen auch die Zahlen stimmen. Werfen wir einen Blick auf die wirtschaftliche Seite der RPA-Einführung.
Kosten-Nutzen-Analyse
Die Einführung eines RPA-Tools ist mit initialen Kosten verbunden, die weit über die reinen Lizenzgebühren hinausgehen. Zu den Gesamtkosten (Total Cost of Ownership, TCO) gehören die Infrastruktur (Server, Datenbanken), die Entwicklung der Bots, Schulungen für Mitarbeiter sowie die laufende Wartung und Überwachung. Ein häufiger Fehler ist es, die Wartungskosten zu unterschätzen: Ändert sich ein Quellsystem oder ein Datenbank-Schema in Informix, muss der Bot angepasst werden. Dennoch zeigen Studien, wie etwa von McKinsey zur Automatisierung, dass der Return on Investment (ROI) oft bereits innerhalb des ersten Jahres erreicht wird, sofern die richtigen Prozesse ausgewählt wurden.

Der Nutzen von RPA lässt sich in quantitative und qualitative Faktoren unterteilen. Quantitativ ist die Zeitersparnis am offensichtlichsten. Wenn ein Team täglich vier Stunden mit dem Abgleichen von Daten zwischen Informix und einer Web-Anwendung verbringt und ein Bot dies in 10 Minuten erledigt, werden Kapazitäten für wertschöpfendere Tätigkeiten frei. Ein weiterer Punkt ist die Skalierbarkeit: Ein Bot kann bei saisonalen Lastspitzen (z. B. Jahresabschluss oder Black Friday) 24/7 arbeiten, ohne dass zusätzliche Überstunden anfallen. Qualitativ profitieren Unternehmen von einer massiv gesteigerten Datenqualität. Da Bots keine Tippfehler machen und strikt nach Regeln arbeiten, sinkt die Fehlerquote bei der Datenpflege in Informix gegen Null.
Berechnung des ROI (Beispiel)
Nehmen wir an, die Automatisierung eines Prozesses kostet initial 20.000 € (Lizenzen + Entwicklung). Dieser Prozess spart monatlich 40 Arbeitsstunden eines Mitarbeiters mit einem Vollkosten-Stundensatz von 60 €. Das ergibt eine Ersparnis von 2.400 € pro Monat. In diesem Fall wäre die Investition nach weniger als neun Monaten amortisiert. Hinzu kommen die „verdeckten“ Gewinne durch schnellere Durchlaufzeiten, die die Kundenzufriedenheit erhöhen können. In einer Informix-Umgebung, in der oft große Datenmengen verarbeitet werden, ist der Hebel durch RPA besonders groß.
Nachdem die wirtschaftliche Seite geklärt ist, stellt sich die Frage der praktischen Umsetzung. Wie bringt man die Bots sicher und effizient zum Laufen?
Praktische Implementierungstipps
Die Implementierung von RPA in einer Informix-Landschaft sollte nicht als „Big Bang“ erfolgen, sondern agil und schrittweise. Der erste Schritt ist die Identifikation eines geeigneten Pilotprojekts (Proof of Concept). Wählen Sie einen Prozess, der stabil ist (wenige Ausnahmen), ein hohes Volumen hat und keine komplexen menschlichen Ermessensentscheidungen erfordert. Ein klassisches Beispiel ist die Synchronisation von Stammdaten zwischen einem Informix-Backend und einer neuen Cloud-CRM-Lösung. Achten Sie darauf, die IT-Abteilung frühzeitig einzubinden, insbesondere das Datenbank-Team, um Zugriffsrechte und Performance-Auswirkungen der Bots auf die Informix-Instanz zu klären.

Ein kritischer Erfolgsfaktor ist das Change Management. RPA wird von Mitarbeitern oft als Bedrohung wahrgenommen („Die Bots nehmen uns die Arbeit weg“). Es ist wichtig zu kommunizieren, dass RPA ein Werkzeug ist, um Mitarbeiter von lästiger Routine zu befreien, damit sie sich anspruchsvolleren Aufgaben widmen können. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter im Umgang mit den Bots und etablieren Sie ein „Center of Excellence“ (CoE). Dieses zentrale Kompetenzteam definiert Standards für die Entwicklung, überwacht die Bot-Performance und stellt sicher, dass Best Practices im gesamten Unternehmen geteilt werden. Dies ist besonders wichtig, um die Wartbarkeit der Bots langfristig zu gewährleisten.
- → Dokumentation: Jeder automatisierte Prozess muss detailliert dokumentiert sein (PDD – Process Definition Document).
- → Testumgebung: Lassen Sie Bots niemals direkt auf der Produktions-Datenbank von Informix entwickeln. Nutzen Sie immer eine Test-Instanz.
- → Fehlermanagement: Implementieren Sie ein „Exception Handling“, das genau festlegt, was passiert, wenn ein Bot auf einen unbekannten Fehler stößt (z.B. E-Mail an den Admin).
Denken Sie auch an die technische Überwachung. Bots benötigen – genau wie menschliche Mitarbeiter – Zugangsdaten, die regelmäßig ablaufen können. Ein automatisiertes Monitoring der Bot-Logs hilft dabei, Probleme zu erkennen, bevor sie den Geschäftsbetrieb beeinträchtigen. Wenn ein Bot beispielsweise aufgrund einer Netzwerkstörung nicht auf Informix zugreifen kann, sollte das System sofort einen Alarm auslösen.
Um die letzten Unklarheiten zu beseitigen, haben wir die häufigsten Fragen rund um RPA und Informix für Sie zusammengefasst.
FAQ zu RPA-Tools
Bei der Evaluierung von RPA-Tools tauchen immer wieder ähnliche Fragen auf, insbesondere wenn es um die Integration in bestehende Datenbank-Architekturen wie IBM Informix geht. Hier finden Sie die Antworten auf die brennendsten Fragen unserer Kunden und Interessenten.

Kann RPA auch komplexe Logik in Informix-Prozeduren ersetzen?
Theoretisch ja, aber praktisch ist es oft sinnvoller, komplexe Datenlogik direkt in Informix (z. B. über Stored Procedures) zu belassen. Der Bot sollte als Orchestrator fungieren, der die Prozedur aufruft und das Ergebnis weiterverarbeitet. Dies erhält die Performance der Datenbank und reduziert die Komplexität des Bot-Designs. RPA ist am stärksten, wenn es Systeme verbindet, nicht wenn es bestehende performante Datenbanklogik nachbaut.
Wie sicher sind meine Daten bei der Nutzung von Cloud-RPA?
Sicherheit ist ein zentrales Thema. Führende RPA-Anbieter erfüllen höchste Standards wie SOC 2 Type II und ISO 27001. Bei der Anbindung von Informix werden die Daten in der Regel verschlüsselt übertragen (TLS/SSL). Zudem verarbeiten viele RPA-Tools die Daten nur im Arbeitsspeicher (in-memory) und speichern sie nicht dauerhaft in der Cloud, sofern dies nicht explizit konfiguriert ist. Dennoch sollten Sie bei hochsensiblen Daten eine On-Premise-Bereitstellung des Orchestrators in Betracht ziehen.
Benötigt jeder Bot eine eigene Informix-Lizenz?
Das hängt von Ihrem spezifischen Lizenzmodell mit IBM ab. In der Regel wird ein Bot wie ein menschlicher Benutzer oder ein Applikations-User behandelt. Wenn Ihr Informix-Modell auf „Concurrent Users“ basiert, belegt ein aktiver Bot einen dieser Plätze. Es ist ratsam, dies im Vorfeld mit Ihrem IBM-Partner zu klären, um Lizenzverstöße zu vermeiden.
Mit diesem Wissen sind Sie bestens gerüstet, um die letzten Schritte Ihrer RPA-Reise zu planen und den passenden Partner für Ihr Projekt zu finden.
Fazit: Den richtigen RPA-Partner finden
Die Auswahl des passenden RPA-Tools ist eine strategische Weichenstellung, die über die Effizienz Ihrer Geschäftsprozesse in den nächsten Jahren entscheiden wird. Wie wir gesehen haben, kommt es besonders in Verbindung mit IBM Informix auf eine tiefe technische Integration, hohe Sicherheitsstandards und eine flexible Skalierbarkeit an. Tools wie UiPath oder Microsoft Power Automate bieten hierfür hervorragende Grundlagen, doch die Technik allein ist kein Garant für Erfolg. Es bedarf einer klaren Strategie, einer sorgfältigen Prozessauswahl und der Einbindung der Mitarbeiter, um das volle Potenzial der Automatisierung auszuschöpfen.

Ein erfahrener Partner an Ihrer Seite kann den Unterschied machen. Ein Partner, der nicht nur das RPA-Tool versteht, sondern auch die Besonderheiten von Informix-Datenbanken kennt, kann Fallstricke bei der Implementierung vermeiden und die Entwicklungszeit drastisch verkürzen. Denken Sie daran, dass RPA kein einmaliges Projekt ist, sondern eine Reise hin zu einem „Automated Enterprise“. Starten Sie klein, lernen Sie aus den ersten Bots und skalieren Sie dann konsequent dort, wo der größte Mehrwert entsteht.
Abschließend lässt sich festhalten: Die Kombination aus der Robustheit von Informix und der Flexibilität moderner RPA-Tools bietet Unternehmen eine unschlagbare Plattform für die digitale Transformation. Wenn Sie heute die richtigen Kriterien für Ihr RPA-Tool anlegen, legen Sie den Grundstein für eine agilere, fehlerfreie und kosteneffizientere Zukunft. Die Technologie ist reif – es liegt an Ihnen, sie gewinnbringend einzusetzen.

