Tenant Microsoft einrichten: Anleitung für hybride Informix-Umgebungen 2026

Tenant Microsoft einrichten: Anleitung für hybride Informix-Umgebungen 2026

In einer zunehmend digitalisierten Geschäftswelt ist die Wahl der richtigen Cloud-Infrastruktur entscheidend für den langfristigen Erfolg. Ein Microsoft Tenant bildet dabei das Herzstück jeder modernen IT-Strategie. Besonders für Unternehmen, die auf bewährte Datenbanksysteme wie IBM Informix setzen, stellt sich im Jahr 2026 die Frage, wie man diese legacy-nahen Hochleistungssysteme mit der Agilität der Microsoft Cloud verbindet. Ein Tenant ist dabei weit mehr als nur ein einfaches Benutzerkonto; er ist eine isolierte Instanz der Microsoft-Dienste, in der Identitäten, Daten und Ressourcen verwaltet werden. In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie Sie Ihren Tenant Microsoft optimal konfigurieren, um eine nahtlose Brücke zwischen On-Premise-Informix-Clustern und modernen Cloud-Services zu schlagen.

1. Einleitung: Der Microsoft Tenant in modernen IT-Setups

High-tech server rack in a secure data center with network cables and hardware components.
Foto: Sergei Starostin

Der Begriff „Tenant“ (Mandant) beschreibt im Microsoft-Ökosystem eine dedizierte Instanz von Microsoft Entra ID (ehemals Azure Active Directory), die einem Unternehmen beim Abonnieren eines Cloud-Dienstes wie Microsoft 365 oder Azure zugewiesen wird. Jeder Tenant ist logisch von anderen Tenants getrennt und fungiert als Sicherheitscontainer für das gesamte Unternehmen. Im Jahr 2026 hat sich die Rolle des Tenants gewandelt: Er ist nicht mehr nur ein Verwaltungsort für E-Mails, sondern der zentrale Identitäts-Hub für hybride Infrastrukturen. Laut einer Studie von Gartner nutzen bereits über 85 % der Großunternehmen hybride Cloud-Strategien, um geschäftskritische Datenbanken wie Informix mit Cloud-Native-Apps zu verknüpfen.

Die Komplexität entsteht oft an der Schnittstelle. Während die Cloud für Skalierbarkeit und Benutzerfreundlichkeit steht, liefert IBM Informix die notwendige Performance und Zuverlässigkeit für transaktionale Workloads. Ein falsch konfigurierter Microsoft Tenant kann hier zum Flaschenhals werden – sei es durch Latenzprobleme bei der Authentifizierung oder durch Sicherheitslücken im hybriden Identitätsmanagement. Unternehmen müssen daher verstehen, dass die Einrichtung eines Tenants der erste Schritt in einer umfassenden Transformation ist. Innerhalb dieses Tenants werden Ressourcen wie Microsoft Teams, SharePoint und Power BI verwaltet, die alle potenziell auf Daten zugreifen müssen, die in einer lokalen Informix-Umgebung gespeichert sind.

„Die Wahl des richtigen Tenant-Standorts und die saubere Trennung von Mandanten sind das Fundament für Compliance und Performance im hybriden Zeitalter.“

Ein wesentlicher Aspekt bei der Planung ist die Mandantenfähigkeit. Viele Unternehmen entscheiden sich heute für eine Multi-Tenant-Strategie, um verschiedene Geschäftsbereiche oder geografische Standorte strikt voneinander zu trennen. Doch Vorsicht: Zu viele Tenants erhöhen den administrativen Aufwand massiv. Die Kunst liegt darin, innerhalb eines einzigen Tenants durch administrative Einheiten und Rollenkonzepte eine Struktur zu schaffen, die sowohl flexibel als auch sicher ist. Dies gilt insbesondere, wenn externe Partner über den Tenant auf spezifische Informix-Datenvisualisierungen in Power BI zugreifen sollen.

Experten-Tipp: Nutzen Sie von Anfang an die „Microsoft Entra Domain Services“, wenn Sie planen, ältere Applikationen, die LDAP oder Kerberos benötigen, in die Cloud zu heben, ohne die Verbindung zu Ihrem lokalen Informix-Server zu verlieren. Dies spart komplexe VPN-Konstrukte und sorgt für eine einheitliche Identitätsquelle.

Nachdem wir nun die strategische Bedeutung des Tenants geklärt haben, widmen wir uns im nächsten Abschnitt der detaillierten Planung und den zwingenden Voraussetzungen, die vor dem ersten Klick im Azure Portal erfüllt sein müssen.

2. Voraussetzungen und Planung

Bevor Sie einen Microsoft Tenant registrieren, ist eine gründliche Bestandsaufnahme Ihrer aktuellen IT-Landschaft unerlässlich. Für Unternehmen mit Informix-Datenbanken bedeutet dies vor allem: Welche Daten müssen in die Cloud, welche bleiben lokal, und wie sieht das Latenzbudget aus? Ein Tenant Microsoft ist schnell erstellt, aber eine Fehlplanung bei der Namensgebung oder der Regionenwahl lässt sich später nur unter extrem hohem Aufwand korrigieren. Gemäß Statista-Daten zur Cloud-Nutzung ist die Souveränität der Daten für 72 % der deutschen Unternehmen das wichtigste Kriterium. Daher sollte der physische Standort des Tenants (z. B. Germany West Central) sorgfältig gewählt werden.

Zu den technischen Voraussetzungen gehören:

  • Eine verifizierte Domain (z. B. unternehmen.de), auf die Sie administrativen Zugriff über DNS haben.
  • Ein globaler Administrator-Account, der idealerweise durch Hardware-Tokens (MFA) geschützt ist.
  • Ein klares Konzept für das Identitätsmodell (Cloud-only vs. Hybrid Sync).
  • Vorbereitung der On-Premise-Infrastruktur für den „Entra Connect Sync“.

Ein oft übersehener Punkt ist die Bandbreite und die Netzwerkkonfiguration. Wenn Ihr Informix-Server große Datenmengen an Power BI im Microsoft Tenant liefern soll, benötigen Sie eine stabile Verbindung, idealerweise über Azure ExpressRoute. Dies minimiert Latenzen und erhöht die Sicherheit, da der Datenverkehr nicht über das öffentliche Internet fließt. Zudem sollten Sie prüfen, ob Ihre Informix-Version (z. B. 14.10 oder neuer) die modernen Authentifizierungsprotokolle unterstützt, die Microsoft Entra ID voraussetzt.

Darüber hinaus spielt das Lizenzmanagement eine zentrale Rolle. Microsoft bietet verschiedene Pläne an (Business Premium, E3, E5). Für hybride Umgebungen, die Informix-Daten in Teams oder über Power Automate verarbeiten, ist oft eine E5-Lizenz ratsam, da diese erweiterte Sicherheitsfunktionen und Analyse-Tools enthält, die für den Schutz sensibler Datenbankinhalte notwendig sind. Jeder Nutzer, der innerhalb des Tenants auf Ressourcen zugreift, muss korrekt lizenziert sein, um Compliance-Probleme zu vermeiden.

Experten-Tipp: Erstellen Sie eine „Emergency Access“ (Break-Glass) ID. Dies ist ein globaler Administrator-Account ohne MFA (oder mit einem physisch hinterlegten Token), der nur im absoluten Notfall genutzt wird, falls die MFA-Dienste von Microsoft ausfallen oder der Zugriff auf den primären Admin-Account verloren geht.

Mit diesen Vorbereitungen im Rücken können wir nun zum praktischen Teil übergehen: der eigentlichen Erstellung und Erstkonfiguration des Tenants.

Infografik

3. Schritt-für-Schritt: Tenant erstellen

A marketing strategy document displayed on a desk, showcasing business planning essentials.
Foto: Walls.io

Die Erstellung eines Microsoft Tenants ist der formelle Startschuss für Ihre Cloud-Reise. Dieser Prozess verknüpft Ihre Identität als Unternehmen mit den globalen Microsoft-Diensten. Folgen Sie dieser bewährten Routine, um Fehler zu vermeiden, die später Ihre hybride Informix-Anbindung erschweren könnten. Der Prozess beginnt auf der offiziellen Microsoft-Website oder direkt über das Azure-Portal, falls bereits ein privates Konto besteht.

Schritt 1: Registrierung und Namenswahl. Besuchen Sie das Azure Portal und wählen Sie „Neuen Tenant erstellen“. Hier müssen Sie einen Namen für das Verzeichnis (z. B. „Unternehmen Cloud“) und einen Domänennamen (z. B. unternehmen.onmicrosoft.com) wählen. Letzterer ist dauerhaft und dient als technische Basisadresse. Wählen Sie hier einen professionellen, kurzen Namen, da dieser in vielen URLs (z. B. SharePoint) auftauchen wird.

Schritt 2: Konfiguration der Region. Wählen Sie das Land aus, in dem Ihr Unternehmen ansässig ist oder in dem die Daten vorrangig gespeichert werden sollen. Für deutsche Unternehmen ist „Deutschland“ aufgrund der DSGVO-Konformität zwingend. Dies beeinflusst, in welchen Rechenzentren Ihre Microsoft Entra ID Instanz gehostet wird.

Phase Aktion Ziel
Initialisierung Tenant-Namen festlegen Eindeutige Identität im MS-Netz
Verifizierung Eigene Domain hinzufügen E-Mail & Login-Branding
Sicherheit MFA aktivieren Schutz vor unbefugtem Zugriff

Schritt 3: Hinzufügen der benutzerdefinierten Domain. Nachdem der Tenant steht, müssen Sie Ihre echte Domain (z. B. @ihre-firma.de) hinzufügen. Dazu müssen Sie einen TXT-Record in Ihrem DNS-Panel Ihres Domain-Hosters hinterlegen. Erst dann können sich Ihre Mitarbeiter mit ihren gewohnten E-Mail-Adressen am Tenant anmelden, was für die Akzeptanz von Microsoft Teams und anderen Tools entscheidend ist.

Schritt 4: Rollenzuweisung. Definieren Sie, wer „Global Administrator“, „User Administrator“ oder „Billing Administrator“ ist. Nutzen Sie das Prinzip der geringsten Rechte (Least Privilege). Für die spätere Anbindung von Informix benötigen Sie zudem „Application Developer“-Rollen, um API-Berechtigungen für Datenbank-Connectoren zu vergeben.

Experten-Tipp: Aktivieren Sie sofort die „Sicherheitsstandards“ (Security Defaults) in den Entra-Einstellungen, falls Sie keine Conditional Access Policies nutzen. Dies erzwingt MFA für alle Benutzer und blockiert veraltete Authentifizierungsprotokolle, die oft Einfallstore für Brute-Force-Angriffe sind.

Sobald der Tenant grundlegend konfiguriert ist, folgt die Königsdisziplin: Die technische Verknüpfung mit Ihrer lokalen Informix-Datenbankwelt.

4. Hybride Integration mit Informix

Die Integration von IBM Informix in einen Microsoft Tenant erfordert ein tiefes Verständnis beider Welten. Informix ist bekannt für seine „Set-it-and-forget-it“-Stabilität, während die Microsoft Cloud von ständiger Interaktion und API-Aufrufen lebt. Um beide Welten zu verheiraten, nutzen wir im Jahr 2026 primär das On-Premises Data Gateway. Dieses fungiert als sichere Brücke, die es dem Tenant ermöglicht, Daten aus der lokalen Datenbank abzufragen, ohne dass Ports in der Firewall für eingehende Verbindungen geöffnet werden müssen.

Der technische Ablauf sieht wie folgt aus: Auf einem Server in der Nähe Ihres Informix-Clusters installieren Sie das Microsoft Gateway. Dieses stellt eine ausgehende Verbindung zum Azure Service Bus her. Wenn ein Benutzer im Microsoft Tenant beispielsweise einen Power-BI-Bericht aktualisiert, wird die Anfrage über das Gateway an Informix weitergeleitet, dort verarbeitet und das Ergebnis verschlüsselt zurückgesendet. Laut IBM Dokumentationen unterstützt Informix native .NET- und ODBC-Treiber, die perfekt mit dem Gateway harmonieren.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Identitätssynchronisation. Damit ein Mitarbeiter in Microsoft Teams Daten aus Informix sehen darf, muss seine Cloud-Identität mit der Datenbank-Berechtigung korrespondieren. Hier kommt „Entra Connect“ ins Spiel. Es synchronisiert Ihre lokalen Active Directory Benutzer mit dem Microsoft Tenant. Wenn Sie Informix so konfiguriert haben, dass es PAM (Pluggable Authentication Modules) oder LDAP nutzt, können Sie ein Single-Sign-On (SSO) Erlebnis schaffen. Der Nutzer meldet sich an seinem PC an und hat sofort Zugriff auf Cloud-Apps und die Informix-Datenbank, ohne ein zweites Passwort eingeben zu müssen.

Für moderne Anwendungen empfiehlt sich zudem der Einsatz von Logic Apps oder Power Automate. Diese Dienste im Microsoft Tenant verfügen über Standard-Connectoren für Informix (via DRDA oder OLE DB). So lassen sich Workflows automatisieren: Wenn in Informix ein neuer Datensatz (z. B. eine Bestellung) angelegt wird, kann der Microsoft Tenant automatisch eine Benachrichtigung in einem Teams-Kanal posten oder eine Genehmigungs-E-Mail versenden.

Experten-Tipp: Achten Sie bei der Informix-Konfiguration auf die „Connection Limits“. Cloud-Anwendungen neigen dazu, viele parallele Verbindungen aufzubauen. Nutzen Sie Connection Pooling auf der Gateway-Seite, um den Informix-Server nicht durch zu viele gleichzeitige Sessions zu überlasten.

Nachdem die Brücke geschlagen ist, müssen wir sicherstellen, dass diese Verbindung nicht nur funktioniert, sondern auch gegen moderne Bedrohungen abgesichert ist.

5. Sicherheit und Hochverfügbarkeit optimieren

Close-up of a computer monitor displaying cyber security data and code, indicative of system hacking or programming.
Foto: Tima Miroshnichenko

In einer hybriden Umgebung ist Sicherheit kein Zustand, sondern ein Prozess. Da Ihr Microsoft Tenant nun direkt mit Ihren wertvollen Informix-Daten verbunden ist, müssen die Sicherheitsvorkehrungen über das Standardmaß hinausgehen. Die größte Bedrohung im Jahr 2026 ist laut dem BSI Lagebericht die Kompromittierung von Identitäten. Daher ist „Conditional Access“ (Bedingter Zugriff) innerhalb des Tenants das wichtigste Werkzeug.

Mit Conditional Access können Sie Regeln definieren wie: „Zugriff auf Informix-Daten über Power BI ist nur erlaubt, wenn der Benutzer ein unternehmenseigenes Gerät nutzt und sich innerhalb Deutschlands befindet.“ Dies minimiert das Risiko durch gestohlene Zugangsdaten drastisch. Zusätzlich sollten Sie Privileged Identity Management (PIM) einsetzen. Administratoren haben dann keine permanenten Rechte, sondern müssen diese für einen begrenzten Zeitraum anfordern und begründen (Just-in-Time Access).

Für die Hochverfügbarkeit der hybriden Strecke sind folgende Maßnahmen essenziell:

  • Gateway-Cluster: Installieren Sie mindestens zwei On-Premises Data Gateways auf unterschiedlichen Servern. Microsoft verteilt die Last automatisch und bietet Failover-Schutz.
  • Informix HDR/RSS: Nutzen Sie die Hochverfügbarkeits-Features von Informix (High Availability Data Replication), um sicherzustellen, dass die Datenquelle selbst immer erreichbar ist.
  • Monitoring: Integrieren Sie die Gateway-Logs in den „Azure Monitor“. So werden Sie proaktiv benachrichtigt, wenn die Verbindung zwischen Tenant und Informix instabil wird.

Ein weiterer kritischer Punkt ist die Verschlüsselung. Während die Datenübertragung zwischen Gateway und Tenant standardmäßig TLS-verschlüsselt ist, sollten Sie auch die „Data-at-Rest“-Verschlüsselung in Informix aktivieren. Falls Backups Ihrer Datenbank in den Azure Blob Storage geladen werden (als Teil einer hybriden Backup-Strategie), nutzen Sie „Customer Lockbox“ und eigene Keys (BYOK), um die volle Kontrolle über den Zugriff durch Microsoft-Mitarbeiter zu behalten.

Experten-Tipp: Führen Sie quartalsweise „Penetration Tests“ durch, die speziell die hybriden Schnittstellen prüfen. Oft werden alte Informix-Instanzen mit schwachen Passwörtern betrieben, die über den Cloud-Umweg plötzlich von außen angreifbar werden könnten, wenn das Gateway falsch konfiguriert ist.

Sicherheit ist das Fundament, aber wie sieht der produktive Alltag aus? Im nächsten Abschnitt geben wir praktische Tipps für die Verwaltung.

6. Praktische Tipps und Best Practices

Diverse team members putting hands together in an office, symbolizing collaboration and unity.
Foto: Alena Darmel

Die tägliche Verwaltung eines Microsoft Tenants in Kombination mit Informix kann komplex sein. Um den Überblick zu behalten, haben sich bestimmte Best Practices etabliert, die über die reine Technik hinausgehen. Es geht um Governance, Kostenkontrolle und Nutzererfahrung. Ein gut geführter Tenant wächst organisch mit dem Unternehmen, ohne im Chaos zu versinken.

Governance-Struktur: Nutzen Sie „Naming Conventions“ für alle Ressourcen. Ein Office 365 Team, das Projektdaten aus Informix zieht, sollte erkennbar benannt sein (z. B. „PRJ-Informix-Analytics“). Dies erleichtert das Auditing und die spätere Löschung nicht mehr benötigter Ressourcen. Laut einer Microsoft-Analyse reduziert eine klare Governance-Policy die Schatten-IT um bis zu 40 %.

Kostenmanagement: Azure-Ressourcen und Lizenzen können teuer werden. Nutzen Sie „Azure Cost Management“, um Budgets für Abteilungen festzulegen. Besonders bei der Nutzung von Power BI Premium für Informix-Dashboards sollten Sie genau prüfen, ob alle lizenzierten Nutzer den Dienst auch wirklich benötigen. Oft reichen „Power BI Pro“-Lizenzen aus, wenn man die Daten geschickt in Teams-Kanälen teilt.

Hier sind drei goldene Regeln für den Betrieb:

  • Automatisierung: Nutzen Sie PowerShell oder die Microsoft Graph API, um wiederkehrende Aufgaben wie die Benutzeranlage oder Lizenzzuweisung zu automatisieren.
  • Self-Service: Erlauben Sie Nutzern, innerhalb gewisser Grenzen eigene Teams oder Gruppen zu erstellen, aber koppeln Sie dies an einen Genehmigungsworkflow (Power Automate).
  • Schulung: Informix-Administratoren müssen die Grundlagen von Azure verstehen und umgekehrt. Fördern Sie den Wissensaustausch zwischen den Teams.

Experten-Tipp: Nutzen Sie „Tags“ im Azure Portal konsequent. Taggen Sie jede Ressource, die mit Informix interagiert, mit dem Tag `Workload: Informix`. Dies ermöglicht es Ihnen, am Ende des Monats per Mausklick zu sehen, wie viel Ihre hybride Datenbank-Integration tatsächlich an Cloud-Kosten verursacht.

Häufige Fragen, die uns in Projekten immer wieder begegnen, haben wir im folgenden FAQ-Bereich zusammengefasst.

7. FAQ zu Microsoft Tenant und Informix

Flat lay of scrabble tiles spelling 'FAQ' with toy hands on a blue background, creating a conceptual image.
Foto: Ann H

In diesem Abschnitt beantworten wir die drängendsten Fragen, die IT-Entscheider und Administratoren bei der Einrichtung eines Tenants für Informix-Umgebungen haben. Diese Antworten basieren auf realen Praxiserfahrungen und den technischen Standards von 2026.

Kann ich mehrere Informix-Server mit einem einzigen Tenant verbinden?

Ja, das ist problemlos möglich. Sie können mehrere On-Premises Data Gateways in Ihrem Netzwerk installieren und diese alle im selben Microsoft Tenant registrieren. Innerhalb von Diensten wie Power BI oder Power Apps können Sie dann auswählen, auf welche Datenquelle (welchen Informix-Server) zugegriffen werden soll. Dies ist ideal für Unternehmen mit verteilten Standorten.

Was passiert mit meinen Informix-Daten bei einem Tenant-Ausfall?

Ihre lokalen Daten bleiben sicher auf Ihrem Informix-Server. Ein Ausfall des Microsoft Tenants beeinträchtigt lediglich die Cloud-Dienste, die auf diese Daten zugreifen (z. B. Dashboards in Teams). Lokale Anwendungen, die direkt mit Informix kommunizieren, arbeiten ungestört weiter. Dies ist der große Vorteil einer hybriden Architektur gegenüber einer reinen Cloud-Lösung.

Wie sicher ist die Verbindung über das Data Gateway?

Die Verbindung ist hochsicher. Das Gateway baut eine ausgehende Verbindung über den Port 443 (HTTPS) auf. Es müssen keine eingehenden Firewall-Ports geöffnet werden. Alle Datenpakete werden mittels AES-256 verschlüsselt. Zudem unterstützt das Gateway die Identitätsweiterreichung per Kerberos Constrained Delegation, sodass die Berechtigungen des Nutzers bis zur Informix-Datenbank erhalten bleiben.

Benötige ich spezielle Informix-Lizenzen für die Cloud-Anbindung?

In der Regel nicht. Solange Sie Informix lokal betreiben, gelten Ihre bestehenden Lizenzmodelle (z. B. PVU oder User-basiert). Entscheidend ist jedoch die Auslastung: Wenn durch die Cloud-Anbindung massiv mehr Nutzer indirekt auf die Datenbank zugreifen, sollten Sie Ihr Lizenzmodell mit IBM prüfen, um Compliance-konform zu bleiben.

Experten-Tipp: Dokumentieren Sie alle FAQ-Antworten in Ihrem internen Wiki. Nichts hält ein Projekt mehr auf als Fragen, die bereits dreimal beantwortet wurden, aber nicht schriftlich fixiert sind.

Lassen Sie uns nun die wichtigsten Erkenntnisse zusammenfassen und einen Ausblick auf die Zukunft geben.

8. Fazit: Sichere hybride Zukunft

A man wearing VR goggles interacts with a virtual environment in a studio shot with vibrant lighting.
Foto: Michelangelo Buonarroti

Die Einrichtung eines Microsoft Tenants für hybride Informix-Umgebungen ist im Jahr 2026 keine rein technische Aufgabe mehr, sondern eine strategische Weichenstellung. Unternehmen, die die Stabilität von Informix mit der Innovationskraft des Microsoft-Ökosystems kombinieren, verschaffen sich einen signifikanten Wettbewerbsvorteil. Sie können Daten in Echtzeit analysieren, Workflows automatisieren und ihren Mitarbeitern moderne Kollaborations-Tools zur Verfügung stellen, ohne die Sicherheit ihrer Kern-Datenbanken zu opfern.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Erfolg steht und fällt mit der Planung. Ein sauber aufgesetzter Tenant mit verifizierten Domains, einer starken MFA-Strategie und einem redundant ausgelegten Data Gateway bildet das Rückgrat für alle weiteren Cloud-Aktivitäten. Die Integration von Informix über standardisierte Schnittstellen sorgt dafür, dass Ihre IT-Landschaft flexibel bleibt und Sie nicht in eine Sackgasse geraten. Laut Forrester Research erzielen Unternehmen mit hybriden Datenstrategien eine um 30 % höhere Agilität bei der Einführung neuer digitaler Services.

Blicken wir in die Zukunft: Mit dem Aufstieg von KI-Assistenten wie Microsoft Copilot wird die Bedeutung des Tenants noch weiter zunehmen. Copilot kann nur dann wertvolle Erkenntnisse liefern, wenn er sicher auf die Daten in Ihrem Tenant – und damit indirekt auf Ihre Informix-Daten – zugreifen kann. Wer heute seinen Tenant Microsoft korrekt einrichtet, baut morgen die Basis für generative KI im Unternehmenseinsatz.

„Die hybride Cloud ist kein Zwischenschritt, sondern der Zielzustand für Unternehmen, die Performance und Innovation gleichermaßen wertschätzen.“

Starten Sie jetzt mit der Umsetzung. Beginnen Sie mit einem Pilotprojekt, binden Sie eine einzelne Informix-Tabelle an ein Power-BI-Dashboard an und skalieren Sie von dort aus. Die technologischen Hürden sind niedriger denn je, solange man den Pfad der Best Practices nicht verlässt. Ihr Tenant Microsoft ist das Tor zu einer neuen Welt der Datenverarbeitung – nutzen Sie es weise.

Abschließender Tipp: Bleiben Sie informiert. Die Microsoft Cloud ändert sich schnell. Abonnieren Sie die offiziellen Roadmap-Updates, um keine Neuerungen bei Entra ID oder den Data Gateways zu verpassen, die Ihre hybride Informix-Umgebung noch effizienter machen könnten.